





Anlässlich der 2. Woche der Nachhaltigkeit vom 8. – 12. Juni 2026 an der Pädagogischen Hochschule Steiermark widmet sich Radioigel der Frage, wie Jede und Jeder „Nachhaltig Verantwortung übernehmen„ kann. Moderatorin Prof. in MMag.a Elke Knoll spricht mit Expertinnen aus Bildungseinrichtungen, Wirtschaftsbetrieben und der öffentlichen Hand über aktuelle Projekte und Programme.
Die Sendung beginnt mit dem Auftakt zur Woche der Nachhaltigkeit. Programmpunkte sind ein Umweltzeichenfest der Praxisvolksschule, Initiativen zum Recycling, Bewegung, Ernährung und Mobilität. Die Praxismittelschule bietet einen bunten Abend mit nachhaltigem, selbsterstellten Buffet, weiters kann man am Campus der Hochschule das Fahrrad waschen, reparieren bzw. servicieren. In der Woche der Nachhaltigkeit wird gezeigt, dass Bildung für eine nachhaltige Entwicklung Teil des Angebots an Aus-, Fort- und Weiterbildung von Schüler*innen und Studierenden der Pädagogischen Hochschule ist.
Aus der Praxisvolksschule berichtet Sonja Zavertanik BEd, dass Kinder Nachhaltigkeit bereits gut kennen: Mülltrennung, der Schulweg zu Fuß, mit dem Rad, Roller oder den Öffis und ein bewusster Umgang mit Ressourcen gehören zum Alltag. Die Schule ist eine Umweltzeichenschule, für dieses Zertifikat sind eine Reihe von Kriterien zu erfüllen. Betont wird auch, dass Kinder als Multiplikator*innen auch ihre Eltern beeinflussen können.
Katharina Mayer, MA von der Holding Graz erklärt die Mobilitätsziele der Stadt Graz. Öffentlicher Verkehr wird als Rückgrat gesehen, der Umweltverbund aus Öffis, Radfahren und Gehen soll bis 2040 stark ausgebaut werden. Genannt werden hohe Abdeckung durch Haltestellen, neue Straßenbahnen, nötige Infrastruktur und die Frage der Finanzierung. Gleichzeitig wird Mobilität als strukturelles Thema beschrieben, bei dem Wohnort und Rahmenbedingungen viel ausmachen.
Nachhaltige Rohstoffe und Transport werden von Julia Zotter, der Geschäftsführerin von Zotter thematisiert. Kakao stammt von anderen Kontinenten, daher werden emissionsärmere Transportlösungen bevorzugt. Außerdem wird von der Energieproduktion am Standort, Angebote für eine bewusste Ernährung und Initiativen für Kinder und Familien eingegangen.
Aus der Hochschule wird von DI Julia Lanz, Institut für digitale Medienbildung, das EU-Projekt „Green Skills“ vorgestellt. Ziel ist es, Nachhaltigkeitskompetenzen in Unterrichtsmaterialien und Kurse zu übersetzen und über Lehrpersonen und Trainerinnen weiterzugeben. Mehrfach wird betont, dass Veränderung oft über Gewohnheiten, kleine Schritte und Vorbilder gelingt.
Die Stadt Graz hat das Ziel, klimaneutral zu werden, als Stadtgebiet, aber auch das Haus Graz als Verwaltung. Wie das gelingen kann, erläutert Julia Wohlfahrt, MA MA, Stadt Graz (Strategische Personalentwicklung): „Auf verschiedenen Ebenen. Das sind bauliche Maßnahmen, Klimawandelanpassung, Grünraum in der Stadt, Wasserflächen in der Stadt. Aber auch persönliche Zugänge, wie das Radfahren und das Kochen, damit wir persönlich handlungsfähig bleiben.“
Im letzten Teil werden konkrete persönliche Vorhaben genannt: mehr Radfahren, bewusster essen, Wege ohne Auto planen und mehr für Infrastruktur wie Fahrradabstellplätze tun. Die Sendung schließt mit dem Gedanken, dass Nachhaltigkeit ein gemeinsamer Prozess ist und vor allem durch viele kleine Maßnahmen Wirkung entfaltet.
Bilder: Philip Rauter/PHSt
